Steuer bei Privatpersonen

Einkommensteuer

“Natürliche Personen” bezahlen Einkommensteuer, “juristische Personen ” Körperschaftssteuer.

Natürliche Person ist jeder Einzelunternehmer oder jede Personengesellschaft. Den Gewinn, den der Unternehmer nach dem Jahresabschluss oder der Einnahmen-Überschussrechnung erzielt hat, muss er zusammen mit möglichen weiteren privaten Einkünften (z.B. Erträgen aus Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung, etc.) in der Einkommensteuererklärung angeben. Bei Personengesellschaften wird auf Unternehmensebene der Gewinn einheitlich ermittelt und den Gesellschaftern gesondert mitgeteilt (z. B. bei einem Gewinn der GbR von Euro 50.000 und vier Gesellschafter mit gleichen Anteilen an der GbR muss jeder Gesellschafter Euro 12.500 versteuern). Der Gewinn ergibt sich aus der Summe aller Einnahmen abzüglich aller Betriebsausgaben. Nicht abzugsfähig sind die Kosten der “persönlichen Lebenshaltung” für Privatwohnung, Kleidung, Essen, usw.

Den so ermittelten Betrag nennt man Einkünfte aus Gewerbebetrieb bzw. selbständiger Tätigkeit. Von diesem Betrag werden noch die Sonderausgaben und die aussergewöhnlichen Belastungen abgezogen. Diesen Betrag nennt man zu versteuerndes Einkommen und ist Ausgangsgröße für die Steuerberechnung. Vom steuerpflichtigen Einkommen ist ein Grundbetrag (im Jahr 2013 Euro 8.130,00) pro Steuerpflichtigen steuerfrei. Der Steuersatz steigt dann von 14,0 Prozent auf 45,0 Prozent an (bei einem zu versteuernden Einkommen von Euro 250.731,00 bei Ledigen und von Euro 501.462,00 bei Verheirateten). Ab einem höheren zu versteuernden Einkommen ist der Steuersatz dann immer 45,0 Prozent. Daneben fällt noch ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 Prozent (Bemessungsgrundlage ist die zuvor berechnete Einkommensteuer) und eventuell Kirchensteuer an.

Ehepaare können die Zusammenveranlagung beantragen. Dies bedeutet, dass nicht jeder Ehepartner eine eigene Erklärung abgeben muss (wird getrennte Veranlagung genannt) sondern eine gemeinsame Steuererklärung abgegeben wird. Zur Steuerberechnung werden die Einkünfte beider Ehepartner zusammengerechnet und davon sämtliche Pauschalen und Freibeträge abgezogen. Zur Einkommensteuerermittlung wird gedanklich das zu versteuernde Einkommen durch zwei geteilt und die Einkommensteuer ermittelt. Dieser Betrag wird dann wieder verdoppelt. Aufgrund der Freibeträge und des langsam ansteigenden Steuersatzes kommt es bei unterschiedlich hohen Einkünften der Ehepartner bei der Zusammenveranlagung zu einer geringeren Steuerbelastung. Da noch andere Faktoren eine Rolle spielen, wird bei der Erstellung jeder Steuererklärung immer geprüft, welche Variante günstiger ist.

Sollte ein Verlust aus dem Unternehmen erzielt werden, wird dieser mit anderen positiven Einkünften des Jahres (z.B. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung) verrechnet. Sollte dies nicht möglich sein kann der Verlust unter bestimmten Voraussetzungen entweder zurückgetragen oder vorgetragen werden. Dieser wird damit in diesem Jahr mit positiven Einkünften verrechnet und geht nicht verloren.

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